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n) Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse in die private Krankenversicherung

Krankenversicherungspflicht Gesundheitsreform

Gesundheitssystem Vergleich

Gesundheitssystem UK

Der Gesetzgeber hat die Absicht, den Zugang in die privaten Krankenversicherungen zu erschweren, indem nur solche Arbeitnehmer, welche die Pflichtversicherungsgrenze überschreiten, sich privat versichern dürfen.

Davon gibt es jedoch Ausnahmen, die Sie für sich ausnutzen können:

  • Selbständige und Freiberufler (nicht aber Künstler wie z.B. Schriftsteller oder Publizisten) können sich privat versichern ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer Einkünfte
  • Falls Sie bereits privat versichert sind, können sie nicht gezwungen werden, die private Versicherung wieder zu verlassen, nur weil Ihre Einkünfte wieder unter die Pflichtversicherungsgrenze fallen sollten. In diesem Fall werden Sie auf Wunsch von der Versicherungspflicht befreit.

Angenommen, Ihr Gehalt liege unter der Pflichtversicherungsgrenze. Sie möchten sich aber trotzdem privat versichern. Was können Sie tun?

  1. Sie könnten sich von Ihrem Arbeitgeber einen Monat lang unbezahlten Urlaub geben lassen. In diesem Monat üben Sie eine selbständige Tätigkeit aus (was immer es ist – selbständiger Pizzafahrer oder Ich-AG oder dergleichen). Dann können Sie sich privat versichern (gleichgültig, wie viel Sie mit Ihrer selbständigen Tätigkeit verdienen). Nachdem Sie nach Ablauf des Monats festgestellt haben, dass der wirtschaftliche Erfolg Ihrer selbständigen Tätigkeit nicht ganz den Erwartungen entspricht, die Sie darein gesetzt haben, können Sie ja reumütig zu Ihrem alten Arbeitgeber zurückkehren. Aber in der privaten Versicherung können Sie verbleiben.
  2. Sie nehmen eine Nebenbeschäftigung auf (bedarf ggf. der Zustimmung Ihres Arbeitgebers – bei geringfügigen Nebenbeschäftigungen ist Ihr Arbeitgeber jedoch verpflichtet, diese zu erteilen). Mit dem Arbeitslohn aus beiden Beschäftigungen müsste es Ihnen dann gelingen,  die Pflichtversicherungsgrenze zu überschreiten (inklusive Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Tantiemen,..). Mit der Gesundheitsreform 2007 wurde bestimmt, dass die Pflichtversicherungsgrenze in mindestens drei aufeinanderfolgenden Jahren überschritten werden muss, bevor der Wechsel in die private Krankenversicherung möglich wird. Diese Bestimmung ist jedoch 2011 wieder aufgehoben worden -  immer mal wieder was Neues. Es wird also weiterhin ständig an den Bestimmungen herum gebastelt.
  3.  Sie gründen eine Kapitalgesellschaft (Aktiengesellschaft oder GmbH). Das ist in England oder USA mit nur geringem Aufwand und ohne die Verpflichtung zur Einzahlung von Teilen des Stammkapitals leicht möglich. Dann stellen Sie sich selbst als Geschäftsführer oder Vorstand ein und zahlen sich ein entsprechendes Gehalt, so dass Sie die Pflichtversicherungsgrenze überschreiten. Schon können Sie sich privat versichern. Danach können Sie sich ja getrost wieder entlassen und die Gehaltszahlungen einstellen. Sie können auch die Gesellschaft wieder löschen. Aber die Versicherung können Sie behalten.
  4. Sie ziehen mal für einen Monat ins Ausland  – England bietet sich an, weil es dort keine Meldepflicht gibt. Innerhalb der EU können Sie sich ja niederlassen, wo immer Sie wollen. Sie melden sich bei Ihrem Einwohnermeldeamt ab und teilen dort mit, dass Sie ins Ausland umziehen. Sie brauchen dort keine neue Adresse zu hinterlassen. Sie kündigen Ihre Mitgliedschaft bei der Krankenkasse, da die Krankenkasse für Sie im Ausland ja sowieso keine Leistungen erbringen kann. Dann schließen Sie im Ausland (England) eine private Krankenversicherung ab. Das kann dort jeder. (Dort gibt es eben mehr Freiheit als bei uns). Die billigste und die Minimalleistungen sind gerade richtig. Sie wollen deren Leistungen nämlich sowieso nicht in Anspruch nehmen. (Wenn Sie in England eine billige Krankenversicherung suchen, gehen Sie mal auf die Seite www.moneysupermarket.com). Da Sie vermutlich de facto weiterhin in Deutschland sein werden (und hier weiter Ihren Job machen werden), müssen Sie natürlich für einen Monat von Ihrem Wohnort in England aus eine Auslandsreise nach Deutschland unternehmen. Dazu brauchen Sie eine Auslandsreisekrankenversicherung, die Sie für diesen einen Monat ebenfalls in England abschließen müssen. Das ist die Versicherung, die Sie brauchen, weil Sie ansonsten in diesem einen Monat in Deutschland ja ganz ohne Versicherung dastünden. Nach Ablauf des Monats entschließen Sie sich, nach Deutschland zurückzuziehen. Sie melden sich bei Ihrem Einwohnermeldeamt wieder an als Zuzug aus dem Ausland. Da Sie jetzt in der privaten Krankenversicherung (wenn auch einer englischen) sind, können Sie es auch bleiben. (Befreiung von der Versicherungspflicht). Nur empfiehlt es sich natürlich, jetzt eine deutsche private Krankenversicherung abzuschließen und die englische nach Ablauf des Monats wieder zu kündigen (das kann man dort jederzeit ohne Einhaltung irgendwelcher Fristen).

Die Option 4. hat daneben noch den Vorteil dass Sie für diesen Monat keine Steuern zu bezahlen brauchen. In diesem Monat sind Sie nämlich in England steuerpflichtig (und aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens in Deutschland nicht). Sie machen also zum Ablauf des Steuerjahres (das in England jeweils am 4. April endet) eine Steuererklärung in England. Steuererklärungen sind dort viel einfacher als bei uns. Ein Steuerberater wird Ihnen das für ca. 30 £ machen (falls Sie es nicht selbst machen wollen – es ist wirklich einfach). Steuern werden Sie nicht zu bezahlen brauchen, weil der Jahressteuerfreibetrag in England derzeit 4.615,- £ beträgt (9.230,- £, falls Sie verheiratet sind). So hoch wird Ihr Monatsgehalt vermutlich nicht sein. In Ihrer deutschen Steuererklärung geben Sie entsprechend an, dass Sie den Arbeitslohn aus diesem Monat bereits in England versteuert haben. Dann brauchen Sie in Deutschland für diesen Monat natürlich auch keine Steuern zu bezahlen.

Mit einer dieser – legalen - Möglichkeiten wird es Ihnen mit Sicherheit gelingen, den Anschlag des Gesetzgebers auf Ihre Freiheit als Bürger (als solchen empfinde ich jede Art von Zwangsmitgliedschaft – ich vermute, Sie empfinden das ebenso?) abzuwehren. Mit etwas Phantasie werden Ihnen wahrscheinlich noch weitere Möglichkeiten einfallen.

Sie müssen sich jetzt nur noch die für Sie günstigste private Krankenversicherung aussuchen. Um die Höhe der Prämien der einzelnen Versicherungen zu prüfen, sollten Sie einen Versicherungsvergleich anstellen (lassen). Einen link für einen solchen Versicherungsvergleich finden Sie hier


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