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o) Die Rückkehr von der PKV in die gesetzliche Krankenkasse

Gesundheitssystem Vergleich

Gesundheitssystem Großbritannien - Gesundheitssystem in England

Man versucht Ihnen Angst zu machen. Angst, dass Sie nicht in die gesetzliche Krankenkasse zurückkehren könnten, wenn Sie sich einmal entschlossen haben, Ihre Mitgliedschaft dort zu beenden. Auf diese Weise möchte man verhindern, dass Sie der gesetzlichen Krankenkasse den Rücken kehren, selbst wenn es für Sie wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen! Sie können jederzeit zurückkehren, wann immer Sie es wollen.

Ihre Sorge, dass die Prämien in der privaten Krankenversicherung mit zunehmendem Alter ins unermessliche steigen könnten, ist leider nur zu berechtigt. Ihre Vermutung, dass Sie dann den Wunsch hegen könnten, in die gesetzliche Kasse zurückzukehren, kann ebenfalls durchaus zutreffen. Ihre Sorge, dass die Rückkehr unmöglich wäre, ist jedoch nicht berechtigt.

Die Aussage, dass die Rückkehr unmöglich wäre, gibt es schon seit Jahrzehnten. Schon vor vielen Jahren habe ich mal die Probe aufs Exempel gemacht:
  • Ich habe bei meiner damaligen gesetzlichen Kasse angefragt. Ich habe dort erklärt, ich trüge mich mit dem Gedanken, aus der Kasse auszuscheiden und eine private Versicherung abzuschließen und habe danach gefragt, ob eine Rückkehr ggf. möglich wäre. Daraufhin hat man (erwartungsgemäß) dies vehement verneint und mir dringlich davon abgeraten, aus der Kasse auszuscheiden.
  • Daraufhin habe ich die Gegenprobe gemacht. Ich habe bei derselben Kasse angefragt. Diesmal habe ich erklärt, dass ich früher dort Mitglied gewesen wäre und dummerweise vor einigen Jahren ausgeschieden wäre und eine private Versicherung abgeschlossen hätte, was ich inzwischen bitter bereute. Ich wünschte mir nun so sehr, in die Kasse zurückkehren zu dürfen, ob denn das nicht vielleicht doch möglich wäre? Daraufhin war man dort sehr verständnisvoll und bat mich, ich möge doch mal in der Geschäftsstelle vorsprechen. Man werde ganz gewiss eine Lösung finden, wie ich wieder in der Kasse aufgenommen werden könne.

Soviel zu der Aussage, eine Rückkehr wäre unmöglich.

Aber selbst, wenn Sie keine so verständnisvolle Kasse finden sollte, die Ihnen die Umgehung des Gesetzes gleich von sich aus auf dem silbernen Tablett präsentiert, so gibt es doch immer noch Möglichkeiten, wie Sie die Kasse dazu zwingen können, sie (wieder) aufzunehmen:

  1. Sie sprechen mal mit Ihrem Arbeitgeber, dass er Ihnen doch mal in einem Monat etwas weniger Gehalt zahlen möge (er kann Ihnen ja dann im nächsten Monat zum Ausgleich etwas mehr geben). Schon werden Sie in dem Monat versicherungspflichtig und kehren in die Krankenkasse zurück. Dort können Sie dann als freiwilliges Mitglied verbleiben, auch wenn Ihr Gehalt danach wieder über der Versicherungspflichtgrenze liegen sollte.
  2. Sie könnten sich von Ihrem Arbeitgeber einen Monat lang unbezahlten Urlaub geben lassen. In diesem Monat üben Sie eine Tätigkeit aus, für die Sie schlechter bezahlt werden, als in Ihrem eigentlichen Job. Ihr Gehalt muss nur unter der Pflichtversicherungsgrenze liegen. Schon sind Sie wieder versicherungspflichtig und können in die Krankenkasse zurückkehren. Dort können Sie dann als freiwilliges Mitglied verbleiben, auch wenn im nächsten Monat (wieder bei Ihrem eigentlichen Arbeitgeber) Ihr Gehalt wieder höher ist.
  3. Sie gründen eine Kapitalgesellschaft (Aktiengesellschaft oder GmbH). Das ist in England oder USA mit nur geringem Aufwand und ohne die Verpflichtung zur Einzahlung von Teilen des Stammkapitals leicht möglich. Dann stellen Sie sich selbst als Geschäftsführer oder Vorstand ein (oder als was auch immer), nachdem Sie sich zunächst von Ihrem Arbeitgeber unbezahlten Urlaub genommen haben, und zahlen sich ein entsprechendes Gehalt, so dass Sie die Pflichtversicherungsgrenze unterschreiten. Schon können Sie wieder in die Krankenkasse zurückkehren. Danach können Sie sich ja getrost wieder entlassen und die Gehaltszahlungen einstellen. Sie können auch die Gesellschaft wieder löschen. Aber in der Krankenkasse können Sie verbleiben.
  4. Sie lassen sich von Ihrem Arbeitgeber einen Monat unbezahlten Urlaub geben. In diesem Monat nehmen Sie eine Anstellung im Bergbau an – es muss ja nicht gleich unter Tage sein. Beschäftigte im Bergbau sind grundsätzlich alle – unabhängig von der Höhe ihres Gehalts – in der knappschaftlichen Krankenversicherung (das ist eine gesetzliche Kasse) pflichtversichert. Sie müssen also zwangsläufig Ihre private Krankenversicherung kündigen, weil Sie pflichtgemäß Mitglied in der gesetzlichen Kasse werden. Nach Ablauf des Monats können Sie dann in der gesetzlichen Kasse bleiben, sei es weiterhin die knappschaftliche Krankenversicherung oder eine andere gesetzliche Kasse. Übrigens: Falls Ihnen die Arbeit im Bergbau nicht so zusagen sollte – Sie können den dortigen Arbeitsvertrag ja nach wenigen Tagen wieder kündigen. Sie werden in der Probezeit ja eine kurze Kündigungsfrist haben. Dann können Sie zu Ihrem alten Arbeitgeber zurückkehren. 
  5.  Sie ziehen mal für einen Monat ins Ausland – England bietet sich an, weil es dort keine Meldepflicht gibt. Innerhalb der EU können Sie sich ja niederlassen, wo immer Sie wollen. Sie melden sich bei Ihrem Einwohnermeldeamt ab und teilen dort mit, dass Sie ins Ausland umziehen. Sie brauchen dort keine neue Adresse zu hinterlassen. Sie kündigen Ihre Mitgliedschaft bei der privaten Krankenversicherung, da diese für Sie im Ausland ja sowieso keine Leistungen erbringen kann. In England (Sie müssen leider dort tatsächlich mal hin) melden Sie sich an Ihrem dort auserkorenen Wohnort bei dem örtlichen „health centre“ an,  erklären, dass Sie nun dort wohnen (Sie werden allerdings eine Adresse brauchen, an die man Ihnen auch mal einen Brief schicken kann) und lassen sich eine „NHS-Nummer“ zuweisen. Das NHS (National Health System) ist das allgemeine steuerfinanzierte Gesundheitssystem in England. Ein sehr bürokratischer Verein. Also so etwas wie bei uns die Krankenkassen, nur dass es für Sie kostenfrei ist. Um die Leistungen dieses verstaatlichten Gesundheitssystems nutzen zu können, braucht man nicht die britische Staatsbürgerschaft zu haben, sondern muss nur dort wohnen. Sie werden die Leistungen des NHS aber sowieso nicht in Anspruch nehmen wollen. Da Sie vermutlich de facto weiterhin in Deutschland sein werden (und hier weiter Ihren Job machen werden), müssen Sie natürlich für einen Monat von Ihrem Wohnort in England aus eine Auslandsreise nach Deutschland unternehmen. Dazu brauchen Sie eine Auslandsreisekrankenversicherung, die Sie für diesen einen Monat in England abschließen müssen. Das ist die Versicherung, die Sie brauchen, weil Sie ansonsten in diesem einen Monat in Deutschland ja ganz ohne Versicherung dastünden. (Wenn Sie in England eine billige Krankenversicherung suchen, gehen Sie mal auf die Seite www.moneysupermarket.com).  Nach Ablauf des Monats entschließen Sie sich, nach Deutschland zurückzuziehen. Sie melden sich bei Ihrem Einwohnermeldeamt wieder an als Zuzug aus dem Ausland. Da Sie jetzt als Mitglied in dem englischen NHS ja bei einer gesetzlichen Kasse (bzw. dem dortigen Pendant dazu) versichert sind, können Sie das jetzt in Deutschland natürlich auch bleiben. Sie brauchen sich jetzt nur eine gesetzliche Kasse auszusuchen und dort einzutreten. Die gesetzliche Kasse muss und wird Sie aufnehmen.

Die Option 5. hat daneben noch den Vorteil dass Sie für diesen Monat keine Steuern zu bezahlen brauchen. In diesem Monat sind Sie nämlich in England steuerpflichtig (und aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens in Deutschland nicht). Sie machen also zum Ablauf des Steuerjahres (das in England jeweils am 4. April endet) eine Steuererklärung in England. Steuererklärungen sind dort viel einfacher als bei uns. Ein Steuerberater wird Ihnen das für ca. 30 £ machen (falls Sie es nicht selbst machen wollen – es ist wirklich einfach). Steuern werden Sie nicht zu bezahlen brauchen, weil der Jahressteuerfreibetrag in England derzeit 4.615,- £ beträgt (9.230,- £, falls Sie verheiratet sind). So hoch wird Ihr Monatsgehalt vermutlich nicht sein. In Ihrer deutschen Steuererklärung geben Sie entsprechend an, dass Sie den Arbeitslohn aus diesem Monat bereits in England versteuert haben. Dann brauchen Sie in Deutschland für diesen Monat natürlich auch keine Steuern zu bezahlen.

Die Optionen 4. und 5. haben außerdem noch den Vorteil , dass sie auch funktionieren, wenn Sie schon über 55 Jahre alt sein sollten (ist bei den Optionen 1. bis 3. leider nicht der Fall).

Sie müssen sich jetzt nur noch die günstigste Krankenkasse aussuchen. Um die Höhe der Beiträge der einzelnen Kassen zu prüfen, sollten Sie einen Versicherungsvergleich anstellen (lassen). Einen link für einen solchen Versicherungsvergleich finden Sie hier

Weiter-> und wie wird es mir als Rentner ergehen?
 


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