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p) Die Krankenversicherung der Rentner

Hier setzt wieder die Angstmache ein:

Wer während des Arbeitslebens kein Wohlverhalten gezeigt hat und nicht immer schön brav in der gesetzlichen Kasse Mitglied war, der darf als Rentner kein Pflichtmitglied in der gesetzlichen Kasse sein, sondern allenfalls freiwilliges Mitglied – und die müssen ggf. höhere Beiträge zahlen.

Während früher das Prinzip der sogenannten „Halbdeckung“ galt (man musste mindestens die Hälfte des Erwerbslebens in der gesetzlichen Kasse gewesen sein, um als Rentner Pflichtmitglied sein zu dürfen), ist dies inzwischen abgelöst worden durch den Grundsatz, dass Pflichtmitglied nur derjenige sein darf, der während der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens mindestens 90% der Zeit gesetzlich versichert war.

Aber welche „Vorteile“ hat man denn als Pflichtmitglied überhaupt? Und wieso ist es ein Vorteil, von einer Pflicht getroffen zu werden?

Früher hatten Pflichtmitglieder den Vorteil, Beiträge nur aus Ihrer Rente zahlen zu müssen, während freiwillige Mitglieder Beiträge aus sämtlichen Einkünften zahlen mussten. Das hat inzwischen jedoch das Bundesverfassungsgericht geändert:

Jetzt zahlen Pflichtmitglieder Beiträge auf alle „Versorgungseinkünfte“ (das sind die Rente und z.B. eine Betriebsrente) und freiwillige Mitglieder auch. Der Rentenversicherungsträger trägt sowohl für Pflichtmitglieder wie auch für freiwillige Mitglieder den halben Beitragssatz, der sich aus der Rente ergibt. Bei Pflichtmitgliedern wird die andere Hälfte des Beitrags gleich aus der Rente einbehalten und der Rentenversicherungsträger zahlt dann den vollen Beitrag an die Kasse – ganz so wie es ein Arbeitgeber auch täte. Bei freiwilligen Mitgliedern wird der hälftige Beitrag des Rentenversicherungsträgers an den Rentner ausgezahlt, der dann für den Beitrag an die Kasse (oder auch eine private Versicherung) selbst verantwortlich ist. Für z.B. die Betriebsrente trägt jedoch der Rentner (in beiden Fällen) den vollen Beitrag allein. Daneben kann es noch sein, dass freiwillige Mitglieder auch Beiträge aus weiteren Einkünften wie z.B. Kapitaleinkünften oder Einkünften aus Vermietung/Verpachtung zahlen müssen (bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze). Das ist je nach Kasse unterschiedlich, weil der Gesetzgeber dies der einzelnen Kassensatzung überlassen hat. Vorgeschrieben ist vom Gesetz her lediglich, dass die Beiträge der freiwilligen Mitglieder nicht geringer sein dürfen als die der Pflichtmitglieder. Höher sein dürfen sie – vom Gesetz her – schon. Aber auch dagegen laufen noch Rechtsmittel. Es könnte also auch hier noch eine Änderung eintreten.

Es kann also sein, dass Sie als freiwilliges Mitglied (etwas) höhere Beiträge zahlen, falls Sie Kapitaleinkünfte oder Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung haben. Das ist der Vorteil der Pflichtmitglieder.

Aber was ist der Nachteil der Pflichtmitglieder? Bei Pflichtmitgliedern behält der Rentenversicherungsträger den halben Beitrag für die Krankenkasse gleich von der Rente ein, ob das für den Rentner sinnvoll ist oder nicht.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie möchten vielleicht als Rentner gar nicht mehr in Deutschland leben. Es gibt so viele Orte auf der Welt, wo es durchaus viel schöner sein kann, die Sonne mehr scheint, die Temperaturen angenehmer sind, die Heizkosten weitgehend entfallen, die Lebenshaltungskosten erheblich niedriger sind und überhaupt das Leben viel erfreulicher verlaufen kann. Was hülfe es Ihnen denn dann, wenn Sie dazu verpflichtet wären, Beiträge für eine Krankenkasse zu bezahlen, welche für Sie gar keine Leistungen erbringen kann?

Vielleicht wissen Sie im Moment noch nicht, was genau Sie dermaleinst machen möchten, wenn Sie einmal Rentner sind. Dann wäre es doch sicherlich nicht verkehrt, sich diese Option zumindest offen zu halten. Von daher halte ich es für empfehlenswert, lieber kein Pflichtmitglied in der Krankenversicherung der Rentner zu werden. Das haben Sie in der Hand. Sie brauchen nur dafür zu sorgen, dass Sie in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens mehr als 10% der Zeit  (also für zumindest mal ca. 2-3 Jahre) nicht in der gesetzlichen Krankenkasse Mitglied sind.

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